Einträge von: Nils von Bergner

Wenn nur ein Ehepartner als Eigentümer im Grundbuch steht: Risiken, die viele unterschätzen

Es kommt häufiger vor, als man denkt: Ein Ehepaar kauft während der Ehe eine Immobilie – aus Zeitgründen, wegen besserer Bonität oder schlicht aus Bequemlichkeit lässt sich aber nur ein Ehepartner als Eigentümer ins Grundbuch eintragen. Manchmal ist die Idee, das später noch zu ändern. Manchmal ist es eine bewusste Entscheidung, etwa weil das Geld… Weiter »

Wenn die Gemeinde sich zwischen Käufer und Verkäufer drängt: Das gemeindliche Vorkaufsrecht im Milieuschutz

Es ist eines der überraschendsten Szenarien beim Immobilienkauf: Käufer und Verkäufer sind sich einig, der Notarvertrag ist unterschrieben – und plötzlich meldet sich die Gemeinde und teilt mit, sie übe ihr Vorkaufsrecht aus. Der Käufer ist außen vor, das Grundstück wandert an die Stadt oder eine landeseigene Wohnungsbaugesellschaft. Was nach einer juristischen Kuriosität klingt, ist… Weiter »

Wenn das Haus brennt, bevor das Grundbuch umgeschrieben ist: Die Schwebephase beim Immobilienkauf

Es ist ein Szenario, das sich kaum jemand ausmalt – und das doch jedes Jahr unzählige Male vorkommt: Der Notarvertrag ist unterschrieben, der Käufer hat die Schlüssel bereits in der Hand und vielleicht sogar den Kaufpreis überwiesen. Doch im Grundbuch ist der Verkäufer noch eingetragen, weil die Umschreibung erfahrungsgemäß einige Wochen, oft Monate dauert. Genau… Weiter »

„Eltern verkaufen an Kinder, Kinder vermieten zurück“ – Was hinter dem aktuell gehypten Gestaltungsmodell wirklich steckt

Auf Social-Media-Plattformen wird derzeit ein Gestaltungsmodell beworben, das auf den ersten Blick wie ein steuerliches Wunder klingt: Eltern verkaufen ihre Immobilie zum vollen Verkehrswert an ihre erwachsenen Kinder, der Kaufpreis wird in Raten gezahlt, die Immobilie wird an die Eltern zurückvermietet, Miet- und Ratenzahlungen werden gegeneinander verrechnet, und am Ende sollen alle profitieren – die… Weiter »

Schwarzgeld beim Immobilienkauf: Warum der vermeintliche Steuertrick auch nach dem aktuellen BGH-Urteil ein gefährliches Spiel bleibt

Es ist ein Phänomen, das in der notariellen Praxis immer wieder begegnet – auch wenn niemand es offen anspricht: Käufer und Verkäufer einer Immobilie einigen sich auf einen tatsächlichen Kaufpreis von beispielsweise 500.000 Euro, lassen aber im Notarvertrag nur 400.000 Euro beurkunden. Die Differenz wechselt heimlich den Besitzer – „schwarz“, am Notar und am Finanzamt… Weiter »

Brauche ich als Selbständiger eine Gütertrennung? Was wirklich hinter dem Klassiker für Unternehmer steckt

Wer sich selbständig macht, denkt an vieles: Geschäftsmodell, Finanzierung, Steuerberater, vielleicht eine Rechtsformberatung. An den Ehevertrag denken die wenigsten – jedenfalls nicht freiwillig. Dabei hört man von erfahrenen Unternehmern, Anwälten und Steuerberatern immer wieder denselben Satz: „Wer selbständig ist, braucht eine Gütertrennung.“ Aber stimmt das wirklich? Oder ist das einer dieser Ratschläge, die zwar gut… Weiter »

Wenn das Vertrauen endet: Gutglaubensschutz, Widerruf und die Rückforderung der Vorsorgevollmacht

Eine Vorsorgevollmacht ist ein zutiefst persönlicher Akt. Mit ihr legt man sein Schicksal in fremde Hände – meist in die eines Familienmitglieds, Ehepartners oder eines engen Freundes. Doch was passiert, wenn das Vertrauen zerbricht? Wenn man feststellt, dass der Bevollmächtigte das ihm geschenkte Vertrauen missbraucht? Auf den ersten Blick scheint die Antwort einfach: Man widerruft… Weiter »

Darf ich meinen Hausarzt im Testament bedenken? Ein BGH-Urteil stärkt die Testierfreiheit

Wer sein Vermögen für den Todesfall regelt, möchte selbst entscheiden, wer einmal bedacht werden soll. Doch was ist, wenn man nicht den eigenen Kindern oder Geschwistern etwas zukommen lassen möchte, sondern dem Hausarzt, der einen über Jahre treu betreut hat? Genau diese Frage hatte der Bundesgerichtshof zu klären – mit einem klaren Ergebnis (BGH, Urteil… Weiter »

Das „Heizungsgesetz“ beim Immobilienkauf: Was Verkäufer und Käufer aus notarieller Sicht wissen sollten

Kaum ein Gesetz hat in den letzten Jahren so für Schlagzeilen gesorgt wie das Gebäudeenergiegesetz (GEG) – im Volksmund schlicht „Heizungsgesetz“ genannt. Für Eigentümer, die ihr Haus verkaufen möchten, und für Käufer, die eine Bestandsimmobilie erwerben, ist es heute ein zentraler Faktor. Doch was bedeutet das Gesetz konkret im notariellen Alltag? Welche Pflichten treffen Verkäufer,… Weiter »

Wenn Absprachen beim Hauskauf nicht in den Notarvertrag wandern – ein aktueller BGH-Beschluss zeigt die Risiken

Beim Kauf einer Immobilie vereinbaren Käufer und Verkäufer oft mehr, als am Ende auf dem Papier steht. Eine Sanierungszusage hier, ein Versprechen zur Renovierung dort – und die Beteiligten denken sich: Das ist doch klar, das muss man nicht extra notariell beurkunden. Ein aktueller Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH, Beschluss vom 13.03.2025 – V ZR 59/24)… Weiter »